ROMANATIC DATABASE


Home

About us

Contact

Help





Support us


Comments
Claudius
Aureus, struck 41-42 AD in Rome.
Obv.: TI CLAVD CAESAR AVG P M TR P, Claudius head, laur., r.
Rev.: IMPER RECEPT, on the top of battlement wall enclosing praetorian camp in which soldier stands, spear in r., with aquila in front of him; behind him a pediment with fortified flanking walls.
RIC² 7 (R2); BMC 5
Picture: Fritz Rudolf Künker Münzenhandlung

 Romanatic-ID: 818

Comments
Lars Rutten
E-Mail

19:23:37, 08.02.2009
Kommentar von Numismatik Lanz München:
Das Rückseitenbild dieses Aureus wirkt wie eine - allerdings etwas beschönigende - Illustration der dramatischen Ereignisse nach der Ermordung des Caligula im Januar 41 n. Chr., die Sueton folgendermaßen schildert: ,Da die Verschworenen ihn (sc. Claudius) wie auch alle übrigen unter dem Vorwand, Gaius (Caligula) wünsche allein zu sein, vom Kaiser fernhielten, hatte er sich in einen, Hermaeum genannten, Pavillon begeben. Wenig später schlich er sich, durch das Gerücht von des Kaisers Ermordung erschreckt, auf eine nahe Terrasse und verbarg sich dort hinter den Türvorhängen. Ein zufällig herumrennender Soldat sah seine Füße, wollte wissen, wer das sei, erkannte ihn, zog ihn aus seinem Versteck, und als sich Claudius voll Furcht vor ihm auf die Knie warf, begrüßte er ihn als Kaiser. Darauf führte er ihn zu seinen Kameraden, die noch unentschlossen waren und nichts anderes taten als Drohungen auszustoßen. Von ihnen wurde er in eine Sänfte gesetzt und abwechselnd auf ihren Schultern bis zum Lager getragen (. . .). Im Lager angekommen, verbrachte er die Nacht unter den Wachen, immer noch kaum auf den Thron hoffend, aber wenigstens nicht mehr für sein Leben fürchtend (. . .). Am folgenden Tag aber, als der Senat (. . .) bei der Durchführung seiner Pläne allzu langsam vorging und die Menge, die das Rathaus umgab, schon einen Herrscher verlangte und ihn mit Namen nannte, duldete es Claudius, daß die in Waffen versammelten Soldaten auf seinen Namen schworen, und versprach jedem fünfzehntausend Sesterzen." (Claudius 10).